Jun 11 2009
Alle sieben Wellen (Daniel Glattauer)

Alle sieben Wellen
Alle sieben Wellen ist der Nachfolger von Gut gegen Nordwind. Das Ende des ersten Werkes schien final zu sein, doch Emmi und Leo sind wieder zurück. Emmi ist immer noch verheiratet und Leo hat sogar eine Freundin, doch die lebt in Boston. Von daher ist Leo mitlerweile wieder zurückgekehrt. Die Beiden schreiben sich wieder! Und langsam wird aus dem “Du” und “Ich” wieder ein “Wir”. Diesmal – es sei dem Leser schon vorab verraten – kommt es wirklich zu einem, sogar mehreren Treffen. Was daraus entsteht und wie es mit den Beiden und mit ihren Mitmenschen weitergeht,… das sei noch nicht verraten!
Eigene Meinung
Das Buch ist nicht sooo gut wie Daniel Glattauers erster E-Mail-Roman. Aber dennoch ein würdiger Nachfolger! Es zieht einen in seinen Bann. Ich habe es Abends angefangen zu lesen, und binnen einer Nacht war ich fertig. Wunderbar!
Daniel Glattauer löst mit seiner Geschichte alle möglichen Gefühle aus: Trauer, Wut, Unverständnis, Glück, Mitleid, Begeisterung… Wärme! Wahnsinn wie es der Autor schafft, einem mal ein Lächeln auf’s Gesicht zu zaubern, dann wieder Ärger und Unverständnis wegen der Dummheiten, wegen der Rücksichtlosigkeiten, ja.. gar Unreife der beiden Protagonisten. Trotzdem bleibt man gespannt und konzentriert bis zum Schluss – kein Detail darf verloren gehen!
Um es mit Emmi zu sagen: Das Buch ist so, so, so wunderschön!
“Glattauer gelingt ein Rausch, der an Intensität seinesgleichen sucht.” Julia Schaaf, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.04.2009
“Reicht es, wenn ich an dieser Stelle statt einer Bewertung einfach mindestens ein Dutzend Ausrufezeichen mache? Reicht es, wenn ich, bei allem was mir lieb ist, versichere, dass dieser neue E-Mail-Roman von Daniel Glattauer genauso schön ist wie sein erster? Das muss einfach reichen.” Christine Westermann, frauTV, 28.01.2009
ISBN-10: 3552060936
ISBN-13: 978-3552060937
Das Buch ist beim Deuticke Verlag erschienen und kostet 18,40 €.










Gut gegen NordwindGibt es in einer vom Alltag besetzten Wirklichkeit einen besser geschützten Raum für gelebte Sehnsüchte als den virtuellen? Bei Leo Leike landen irrtümlich E-Mails einer ihm unbekannten Emmi Rothner. Aus Höflichkeit antwortet er ihr. Und weil sich Emmi von ihm angezogen fühlt, schreibt sie zurück. Bald scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann es zum ersten persönlichen Treffen kommt, aber diese Frage wühlt beide so sehr auf, dass sie die Antwort lieber noch eine Weile hinauszögern. Außerdem ist Emmi glücklich verheiratet. Und Leo verdaut gerade eine gescheiterte Beziehung. Und überhaupt: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?

